Die Narrenfibel - Die geheimnisvolle Welt der weisen Narren
HAGZISSA - Treffpunkt für Hexen und Übersinnliches
Datum: 23.08.07
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Sonne und Mond



Wisst Ihr, liebe Freunde, wie sehr sich die Welt der Phantasie, der Mythologien unserer Ahnen und die Realität vermischen. Oh, ich sage Euch, es gibt viele Geschichten, die Euch einladen,zu dem Tanz mit der Phantasie, die so bezaubernd sind, dass man gerne an sie glaubt.

Ich erzähle Euch nun die Geschichte von einem Jungen und von einem Mädchen. In ihren Adern floss das Blut der Elfen, aber dennoch waren es Kinder. Die Beiden hatten auch eine ganz besondere Aufgabe. Sie mussten den Göttern als Boten dienen, und das war eine grosse Ehre. Der Junge war der Bote der Götter männlichen Geschlechtes, und das Mädchen diente den weiblichen Gottheiten als Botin. Dem Junge war zudem von Mercurio das Privileg verliehen worden, dass er in der Lage sei, das zu überholen und zu fangen, was immer er auch verfolgte, sei es ein Geist oder ein menschliches Wesen. So lief alles in seinen ruhigen Bahnen. Alle waren zufireden, besonders auch die beiden Elfenkinder, denen ihre Aufgabe fiel Freude bereitete.
Eines Tages jedoch verlieh die Göttin Diana dem Mädchen die Kraft, dass sie bei einer Verfolgung, wer auch immer sie jagen möge, nie eingeholt werde. Ihr Bruder, er hiess Foletto, sah seine Schwester wie einen Blitz durch den Himmel eilen. Er verspürte plötzlich eine schreckliche Eifersucht und den Wunsch, sie zu überholen. Und so jagte er ihr nach, als sie an ihm vorbeihuschte, doch so wie es sein Schicksal war, sie einzufangen zu muessen, so war es nun ihr Schicksal, niemals eingefangen zu werden, und so stand der Wille eines übermächtigen Gottes gegen den, eines anderen. Und so flogen die Beiden unermüdlich um den Rand des Himmels, und zuerst brüllten die Götter vor Lachen, doch als sie dann wussten, wie die Dinge standen. Wurden sie ernst und fragten sich gegenseitig, wie das wohl enden möge. Dann sprach der Mächtigste unter ihnen:

'Seht die Erde, die in Dunkelheit und Finsternis liegt! Ich werde die Schwester in einen Mond verwandeln und ihren Bruder in eine Sonne. Und so soll sie ihm auf ewig entkommen, doch mit seinem Licht soll er sie ewig fangen, das aus der Ferne auf sie fallen wird, denn die Strahlen der Sonne sind seine Hände, die mit glühendem Griff hinausreichen, doch stets soll sie sich ihnen entziehen.'

Und so wird berichtet, dass dieses Rennen am Ersten jeden Monats neu beginnt, wenn der kalte Mond mit ebenso vielen Mänteln bedeckt ist, wie eine Zwiebel mit Schalen. Doch während des Rennens wird dem Mond warm und ein Kleidungsstück nach dem anderen wirft er ab, bis er nackt ist und zum Stillstand kommt. Und sobald er wieder angezogen ist, beginnt das Rennen erneut.

Es bleibt zu erwähnen, dass selbst bei den alten Ägyptern die Zwiebel mit dem Mond, die Zwiebelschalen mit den einzelnen Mondphasen verglichen und als Hieroglyph verwendet wurde. Interessant auch, dass das Wachstum und das Absterben der Knolle mit dem des Gestirns übereinstimmt. Man hielt die Zwiebel sogar für heilig.


Märchen, Legenden, Sagen






© Alexander Rossa 2007

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